Podróżujący po Łużycach przecierają oczy ze zdumienia. Obwieszone plakatami neonazistowskie NPD drogi wjazdowe do Zhorjelca, Lubija czy Budziszyna wyglądają, jakby czas się cofnął do lat 30-tych. Budzi to zrozumiałe protesty, także naszych przyjaciół. Poniżej przedstawiamy listy w tej sprawie prof. dr. Goro Kimury z Tokio oraz wnuka i biografa Jana Skali dr. hab. Petera Krocha z Neubrandenburga. Ich poglądy podziela wielu mieszkańców Łużyc, wyrażając to, jak widać, w różnoraki sposób.

Tokio, den 6.6.2009

Sehr geehrter Herr Oberburgermeister,

bitte erlauben Sie mir, mich mit einer Bitte an Sie zu wenden.Mein Name ist KIMURA Goro.

Ich unterrichte an der Sophia-Universitaet in Tokio, Japan, deutsche Gesellschaftskunde.In meinen Vorlesungen habe ich wiederholt die wundervolle Arbeit in Goerlitz-Zgorzelec als Beispiel einer grenzuebergreifenden deutsch-polnischen Zusammenarbeit vorgestellt, so gerade vor einigen Wochen. Und nun hoere ich, dass Rechtsextremisten die Wahlplakate dafuer benutzt haben, um antipolnische Parolen loszulassen. Gerade war ich dabei, japanischen Touristen einen Besuch in Ihrer Stadt, die mir auch lieb geworden ist, zu empfehlen. Wenn solche Plakate in der Stadt herumhaengen,
kann ich das jedoch nicht ganz ohne Vorbehalte machen. Ich hoffe, dass Sie einen Weg finden, solche Plakate, die dem Ansehen Ihrer Stadt schaden und international falsche Eindruecke schaffen, entfernen zu koennen.


Mit freundlichen Gruessen,
Prof. Dr. KIMURA Goro,
Sophia-Universitaet, Tokio, Japan


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

es ist für Sie und Ihre Stadt zutiefst beschämend, vor dem Hintergrund deutsch-polnischer Geschichte absolut unverständlich und  die Zukunft der Deutschen und der Polen stark belastend, dass es wieder (schon wieder ?!) möglich ist, Haß auf Polen zu schüren, Vorurteile zu verbreiten und Angehörige anderer Nationen herabzuwürdigen.

Wissen Sie nicht oder haben Sie vergessen, dass das schlimmste Kapitel deutscher Geschichte, der Faschismus mit NSDAP, Gestapo, SS und SA, KZ und millionenhaftem Völkermord schon einmal genau so anfing? 
Der Kommunist und Antifaschist Bertolt Brecht hat recht: Der Schoß ist fruchtbar noch...

In meinem eigenen Namen und im Namen meines Großvaters erwarte ich, dass Sie dafür sorgen, dass diese Plakate abgenommen werden. Zugleich hoffe ich auf das politische Urteilsvermögen der Görlitzer Wählerinnen und Wähler.

Hochachtungsvoll
Dr.phil.habil.Peter Kroh
Enkel des sorbischen Minderheitenpolitikers Jan Skala ; Autor des Buches "Nationalistische Macht und nationale Minderheit"




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